Prioritäten in der Mobilität
Die Zeitungen sind in diesen Tagen voll davon: Besonders im Winter wird die Priorität im Straßenverkehr deutlich. Aber: Das ist nicht nur ein Problem im Winter.
Besonders im WInter aber wird deutlich, dass Fußwege und Radwege nachrangig gepflegt und geräumt werden. Oft sogar werden beim Räumen der Autospuren die Fuß- und Radwege mit Schnee und Eis zusätzlich bedeckt . Dazu gibt es jede Menge Artikel in den Medien (zum Beispiel im Tagesspiegel, bei der Morgenpost (Bezahlschranke), der Berliner Zeitung, in der taz, im Spiegel (Bezahlschranke)). Doch wir sehen hier nur ein Symptom, das ganzjährig besteht.
Schön ist, dass der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) im Winter die Beispiele sammelt. Es ist ja auch sehr gefährlich für Menschen, die zu Fuß gehen wollen oder mit dem Rad fahren. Das Problem jedoch nur auf den Winter zu beschränken, greift zu kurz.
Denn: Dahinter steckt die Grundannahme, dass nur der PKW- und LKW-Verkehr wirklich wichtig sind. Dass dies insbesondere mit Blick auf den Fußverkehr für Berlin zu bezweifeln ist, ist sicher keine Frage. Andere Länder machen das besser, und das sind nicht nur skandinavische Länder. Sondern auch Städte in den USA. Die Wege werden nur dann zu Fuß oder mit dem Rad (oder wie auch immer ohne PKW) zurückgelegt, wenn die Wege ähnlich gut gepflegt und geräumt sind, wie die Straßen für Autos und Lastwagen.
Das hier gezeigte Bild ist übrigens auch in Berlin entstanden, als ein Fußweg zugunsten einer Baustelle geschlossen wurde. Es symbolisiert die Prioritäten, wenn das Reklameschild dahinter auch zum Schmunzeln anregt.
Wir möchten gern weiter daran arbeiten, Verständnis dafür zu wecken, dass eine andere Priorisierung auch einen anderen Verkehr ermöglicht. Einen umweltfreundlicheren, schonenderen, sparsameren, effizienteren und gesünderen Verkehr. Es bleibt noch zu tun. Die aktuelle Priorisierung verdient noch kein Jubi.